Supervision ist ein bewährtes Verfahren um im beruflichen Kontext den Überblick in schwierigen Situationen zu behalten und Lösungen bei Konflikten zu erarbeiten.

Supervision fördert in hohem Maße die Professionalität aller Beteiligten und verbessert so die Arbeitsleistung. Die Teilnehmer werden emotional entlastet und bleiben dadurch auch in schwierigen Situationen handlungsfähig.

 

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Stellen Sie sich vor, sie wollen ein Haus bauen und gehen zu einem Architekten. Sie beschreiben ihm, wie Sie sich Ihr Haus vorstellen und am Ende des Gesprächs geht der Architekt zu den Handwerkern, und sagt denen, was sie tun sollen. Alles nur über das Gespräch. Was meinen Sie? Würde so am Ende das Haus entstehen, das Sie sich vorstellen? Es erinnert an die Flüsterpost, nicht wahr. Vermutlich würden Sie schon lieber vorher Skizzen und Pläne sehen.

So ist das auch in der Supervision. Je genauer Sie beschreiben können worum es Ihnen geht, je klarer ich mir ein Bild davon machen kann, desto sicherer wird die Lösung, die wir gemeinsam erarbeiten, dazu passen.

Aufstellung mit Platzhaltern

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Beispiel für eine Aufstellung mit Platzhaltern

 

Ich arbeite dafür oft mit einer Aufstellungstechnik, in der ich Platzhalter verwende, die im Raum ausgelegt werden. Diese Form finde ich in diesem Kontext unschlagbar effektiv. Wenn man einen Sachverhalt aufstellt, dann entsteht ein Bild im Raum. Es wird konkret, sichtbar und erlebbar für alle Anwesenden.

Es beginnt bereits der Veränderungsprozess. Solange man über etwas spricht, bleibt man im Kopf und damit oft in der Haltung, die zu dem Problem führte. Wenn Sie aufstellen, dann müssen Sie aufstehen, sich Plätze im Raum suchen und damit kommen Sie  in Bewegung. Die Technik hilft Ihnen, sich auch auf das eigene Gespür zu besinnen. Sie ist ganzheitlicher, als das Gespräch.

 

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Das sind schon mal wesentliche Vorteile, hinzu kommt noch, dass man sich auf die einzelnen Plätze stellen und so die Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann und nicht nur Sie können das, sondern auch ich oder andere Anwesende. Wenn man nun darüber spricht, ist das sehr konkret und es spart Zeit, denn alle erleben es gleichzeitig und es muss nicht viel erklärt werden.

Wenn es dann Lösungsansätze gibt, können Sie diese ausprobieren, Veränderungen beobachten, Ideen überprüfen und vieles mehr. Diese Technik ist sehr vielseitig. Ich habe sie über Jahrzehnte erprobt und finde sie inzwischen sogar – gerade im Kontext der Supervision – unverzichtbar, weil sie Zeit spart und Gruppen sehr gerecht wird. Durch eine Aufstellung kann ich sicherstellen, dass keiner vergessen oder übersehen wird und alle Anwesenden können den Prozess beobachten, sich einbringen und  tragen danach auch die Lösung mit.

Manchmal vermischt sich Privates mit dem Beruflichen. Dann ist Supervision besonders hilfreich. Wir können klären, was wohin gehört und wo bzw. wie bearbeitet werden kann. So bleiben Sie professionell. Sie bleiben handlungsfähig und fühlen sich dadurch allgemein gestärkt. Die Lösungen, die mit Aufstellungen entwickelt werden, orientieren sich immer an einer Ordnung, die allen Systemen zu Grunde liegt und so hat man hinterher oft ein „aufgeräumtes“ Gefühl.

Manchmal reicht eine einzige Sitzung um den Sachverhalt zu klären, die Lösung zu finden und die nächsten Schritte zu planen. Wenn Sie sich in einem längeren Veränderungsprozess befinden, so kann auch der, mit Aufstellungen in regelmäßigen Abständen, gut begleitet und gesteuert werden. Wenn Sie mit der Technik einmal vertraut sind, werden auch Sie diese nicht mehr missen wollen. So wie der Chef einer großen Organinsation, der immer sagt: „heute müssen wir mal wieder deine „Deckerl“ befragen“.